Antje Boetius Kinder

Antje Boetius Kinder | ist ein deutscher Meereswissenschaftler und Professor an der Universität Bremen, der sich auf Korallenriffökologie spezialisiert hat. Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, an dem sie seit November 2017 tätig ist, wird seit Januar 2015 von ihr geleitet. Ab Januar 2015 ist sie zudem Vorsitzende des Lenkungskreises von Wissenschaft im Dialog.

Antje Boetius Kinder
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Ein Schwerpunkt der Studie von Antje Boetius liegt auf den Auswirkungen des Klimawandels auf die Erde, insbesondere auf die Meere und Polargebiete.

Sie interessiert sich auch für Veränderungen der biologischen Pumpe und marinen Mikrobenpopulationen sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis und Antarktis.

Zu ihren weiteren Aufgaben als Tiefseeforscherin gehört die Entdeckung bisher unbekannter Lebensräume in der Tiefsee, darunter extreme Lebensgemeinschaften und Tiefseeökosysteme unter dem Eis, darunter Seamounts, Schlammvulkane, Methanhydrate, kalte und heiße Quellen, unter anderem anderen Standorten.

Bei der Erforschung der biologischen Auswirkungen des Tiefseebergbaus stellte sie fest, dass die Zerstörung des Meeresbodens langfristige Folgen hatte. Darüber hinaus beschäftigt sich ihre HGF-MPG-Gemeinschaftsforschungsgruppe mit Experten des AWI, des MARUM und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen mit den mikrobiellen Ökosystemen der Meere.

Eines der Ziele ihrer Studie ist es, die Bedeutung der marinen mikrobiellen Biodiversität für verschiedenste Funktionen zu analysieren und zu quantifizieren. So betrachtet sie Dinge wie Methan- und Öl verbrauchende Mikroben-Konsortien, die unter anderem einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität sowohl der Meeresumwelt als auch des Klimas leisten.

Darüber hinaus ist die HGF-MPG Joint Research Group for Deep-Sea Ecology and Technology für ihre Arbeit an der Entwicklung neuartiger Roboterinstrumente für in-situ-Studien mariner Ökosysteme bekannt.

Zu den wichtigsten dieser Technologien zählen die Sensoren und Kamerasysteme, mit denen die physikalischen und chemischen Indikatoren des aktuellen Zustands der Meere überwacht werden.

Darüber hinaus ist Boetius Experte für Wissenschaft und Kultur im Anthropozän und erforscht in Zusammenarbeit mit Künstlern, Autoren und Publizisten Fragen des gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Kunst und Kultur, etwa im Projekt „Theater des Anthropozäns“. “ unter der Schirmherrschaft des Instituts für Schauspielkunst der Humboldt-Universität zu Berlin.

Antje Boetius Kinder
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Neben ihrer Tätigkeit als Forschungsmanagerin publiziert und referiert sie zu Themen wie Diversität und Chancengleichheit in der Forschung, nachhaltige Entwicklungsmethoden und Transformationsprozesse.

Obwohl Boetius in Frankfurt am Main bzw. Darmstadt geboren und aufgewachsen ist, war sie weit weg vom Meer, aber sie kompensierte dies mit ihrer Fantasie. Unter den Kindern ihrer Familie ist sie der erstgeborene Sohn. Da sie eine Mutter hat, die Lehrerin ist, hat sie schon in jungen Jahren das Lesen gelernt.

Sie begann im Alter von drei Jahren zu lesen, und ihre Lieblingsbeschäftigung in ihrer Kindheit war es, in ein gutes Buch einzutauchen. Piratenromane, Treasure Island, Moby Dick und alles von Jules Verne sind einige meiner Lieblingssachen, über die ich lese und schreibe. Jeder von ihnen war ein Liebling von ihr.

Sie sah nicht viel fern, und wenn doch, waren es die Tauchfilme von Hans Hass und seiner Frau Lotte sowie die Heldentaten von Jacques-Yves Cousteau, die ihr Interesse weckten.

„Es war wirklich unglaublich. Expeditionen als Beruf, auf Booten leben, im Bikini recherchieren und an diversen Unterwassererlebnissen teilnehmen – all das hat mich motiviert.”

Die Trennung ihrer Eltern fand in dieser Zeit statt, die Familie war jedoch durchgehend für den Urlaub vereint dieser Ära ihrer Jugend.Antje, ihre Geschwister, ihre Mutter, ihr Vater und seine neue Gefährtin fuhren alle zusammen ans Meer, meist an die Atlantikküsten Irlands, Frankreichs oder Norwegens, um einen Blick auf den Sonnenuntergang zu erhaschen.

Auf dem offenen Gelände zelteten sie in Zelten, paddelten in Schlauchbooten die Küste hinunter und suchten im kristallklaren Wasser nach Tieren.

Als sie 12 Jahre alt war, bekam sie von ihrem Vater eine winzige Sammlung von Geräten für die Außenforschung geschenkt, darunter eine Wetterstation, ein Fernglas, eine Stereo-Lupe und eine kleine Zentrifuge.

Schon in jungen Jahren verstand sie, was sie machen wollte: Studieren in Hamburg, wo viele Schiffe und das Wasser direkt vor der Tür liegen. Sie hatte den Wunsch, während des Studiums das Wasser aus erster Hand kennenzulernen.

Antje Boetius Kinder
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Seinen frühen beruflichen Ehrgeiz hat Boetius sicherlich erreicht. Sie ist heutzutage oft auf hoher See unterwegs, insbesondere in der Arktis, wo sie als Mitglied des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern die eisbedeckten Gewässer des Nordatlantiks erkunden kann.

Sie interessiert sich dafür, wie sich der Klimawandel auf das Leben auswirkt, unter anderem auf die Zusammensetzung von Mikroorganismen im Eis, die Entstehung von Algen im Wasser, die Nahrung für Tiefseepopulationen liefern, und die Bildung von Ablagerungen in Bodensedimenten.

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