Barbara Friesenecker Lebenslauf

Barbara Friesenecker Lebenslauf | Barbara Friesenecker ist stellvertretende Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine und Chirurgische Intensivmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck. Ihre Besorgnis drückt sie zunächst am Beispiel der Krankengeschichte einer 76-jährigen Patientin aus, die 51 Tage auf der Intensivstation verbrachte.

Barbara Friesenecker Lebenslauf
Barbara Friesenecker Lebenslauf

Der Patient hatte einen Herzinfarkt, war stark übergewichtig, hatte zahlreiche Magengeschwüre, litt an arterieller Hypertonie und litt zudem an einer schweren Lungenerkrankung und Demenz. Auch bei ihr war Brustkrebs diagnostiziert worden. Sie musste an ihrer Lunge operiert werden.

Barbara Friesenecker nutzt dieses Beispiel, um die missliche Lage einer Patientin aufzuzeigen, deren Zustand nach 51 Tagen auf der Intensivstation als chronisch-schwerkrank eingestuft wird, und um trotz aller medizinischen Eingriffe Bedenken hinsichtlich der Lebensqualität zu äußern.

„Ärzte handeln oft aus Angst, fahrlässiger Tötung vorgeworfen zu werden, auch wenn sie die Therapie unheilbar kranker Patienten abbrechen oder nicht mehr beginnen“, heißt es in der Begründung. Die Botschaft ist ernüchternd: Auch wenn Patienten nicht mehr von diesen Medikamenten profitieren, werden sie häufig bis zum Lebensende weitergeführt.

Barbara Friesenecker Lebenslauf
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Schließlich nahmen die Anwesenden die klare Botschaft mit nach Hause, dass die Vermeidung von Überbehandlungen und eine nicht auf die Wünsche und Werte der Patienten abgestimmte Therapie nur möglich ist, wenn das Selbstbestimmungsrecht gestärkt wird, das das neue Erwachsenenschutzgesetz zum Ziel hat.

die seit Juli 2018 in Kraft ist und von den Patienten durch zeitnahe Erstellung einer Patientenverfügung und einer Vollmacht aktiv umgesetzt wird.

Dies schützt den Patienten für den Fall, dass er nicht für sich selbst sprechen kann. Die Behandlungsteams kennen die Wünsche und Werte des Patienten, Stellvertreter können den mutmaßlichen Willen in das ärztliche Gespräch einbringen und sicherstellen, dass die Wünsche des Patienten umgesetzt werden, was eine Übertherapie und chronisch kritische Erkrankungen sowie die schwere Not vermeidet für Pflege, die keiner will.

Der offizielle Programmteil wird nach eineinhalb Stunden intensiver Diskussion planmäßig abgeschlossen. Wer jedoch nicht vor großem Publikum sprechen wollte, hat dennoch die Möglichkeit, mit den Referenten Einzelgespräche zu führen – ein Angebot, das für eine weitere Stunde dankbar angenommen wird.

Barbara Friesenecker Lebenslauf
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Am Ende des Meetings hat jeder das Gefühl, wichtige und lebensrettende Themen behandelt zu haben. Die weitere Diskussion dieser und vergleichbarer Themen im Rahmen einer Folgeveranstaltung in nicht allzu ferner Zukunft wird sowohl von den Veranstaltern als auch von den Referenten als äußerst wichtig erachtet.

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