Jan Hecker Todesursache

Jan Hecker Todesursache | Jan Hecker, der deutsche Botschafter in China, ist nach nur wenigen Tagen im Amt im Alter von 54 Jahren überraschend gestorben. “Es gibt absolut keinen Zusammenhang” zwischen dem Tod des Diplomaten und seiner politischen Rolle, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes, der sich weigerte, näher auf die konkreten Umstände seines Todes einzugehen.

Jan Hecker Todesursache
Jan Hecker Todesursache

Hecker war in der Vergangenheit lange Zeit außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel und galt daher als enger Vertrauter (CDU). “Der Verlust von Jan Hecker hat mich zutiefst erschüttert”, sagt Merkel, die sich ungewöhnlich persönlich äußerte.

Obwohl Hecker in Kiel geboren wurde, hat er erst Ende August dieses Jahres seinen neuen Job in Peking angetreten. Am Montagmorgen wurden nach einem Bericht eines AFP-Korrespondenten in Peking vor dem Gebäude die Flaggen der deutschen Botschaft auf Halbmast gehisst.

Hecker war von 2017 bis heute Merkels außenpolitischer Berater und Leiter des Referats für Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik im Kanzleramt. Er leitete während der Flüchtlingskrise 2015 das Koordinierungsteam der Flüchtlingspolitik von Merkel.

Die diplomatische Karriere von Hecker war bis zu seiner Ankunft in Peking alles andere als typisch. Er promovierte 1997 an der University of Cambridge, nachdem er ein Studium der Rechts- und Politikwissenschaften in Freiburg, Göttingen und Grenoble abgeschlossen hatte.

Seine Anstellung beim Bundesministerium des Innern reicht bis ins Jahr 1999 zurück. Vor seinem Eintritt ins Kanzleramt war er von 2011 bis 2015 Richter am Bundesverwaltungsgericht.

Der gebürtige Flensburger machte 1986 das Abitur und war 24 Monate als Aushilfssoldat tätig. Hecker ist der Sohn eines Marinekommandanten.

Von 1988 bis 1994 erhielt er seinen Bachelor- und Master-Abschluss in Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg, der Universität Grenoble und der Georg-August-Universität Göttingen.

Jan Hecker Todesursache
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Das erste juristische Staatsexamen legte er 1993 ab; 1994 schloss er seinen Magister Artium ab; und arbeitete von 1994 bis 1996 als Rechtsreferendar im Bezirk des Berufungsgerichts.

Während seines Studiums am Postgraduiertenprogramm für Europarecht der University of Cambridge von 1996 bis 1997 wurde ihm für seine Bemühungen der Titel Master of Laws (LLM) verliehen.

Bei Volkmar Götz promovierte er 1997 an der Universität Göttingen in Rechtswissenschaften zum Thema Europäische Integration als verfassungsrechtliche Herausforderung in Frankreich.

Seine Lehrtätigkeit umfasst Stationen an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Fachhochschule für Verwaltung und Justiz Berlin.

2005 habilitierte er sich an der Viadrina zum Thema marktoptimierende Wirtschaftsüberwachung. Hecker ist seit 2010 Lehrbeauftragter für Öffentliches Recht und Europarecht an der Viadrina-Fakultät.

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Als verheirateter Mann mit drei Kindern hatte Hecker eine eigene Familie. Der deutsche Botschafter in der Volksrepublik China verstarb wenige Tage nach seinem Amtsantritt im Alter von 54 Jahren. Ungewissheit umgibt die Umstände seines Todes.

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