Petra Söchting Alter

Petra Söchting Alter | Betroffene können bei der Hotline „Gewalt gegen Frauen“ Hilfe bekommen. Geschäftsführerin Petra Söchting beschreibt, was das Angebot einzigartig macht.

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Das Problem der sexuellen Übergriffe auf Frauen an öffentlichen Orten hat durch die #MeToo-Bewegung viel Aufmerksamkeit bekommen. Unbemerkt blieb die Brutalität, die sich in den eigenen vier Wänden abspielte.

Laut neuen Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) wurden im Jahr 2018 rund 114.000 Frauen Opfer von Gewalt durch ihre früheren oder jetzigen Partner, 122 Frauen wurden ermordet. Obwohl weniger Frauen starben als im Vorjahr, nimmt die Gewalt gegen Frauen generell zu.

Im Hintergrund hören die Betreuer Schreie und Kindergejammer. Ungefähr die Hälfte der Anrufer hatte ihre letzte Sichtung innerhalb einer Woche oder weniger. Oftmals dient ein bestimmter Gewaltvorfall als Katalysator.

Es gibt jedoch Frauen, die schon lange Opfer von Missbrauch sind und erst jetzt darüber sprechen können. Die Geheimhaltung und Anonymität der Support-Hotline sind die Grundlage des Dienstes. Egal, wer auf uns zukommt, wir werden keine Entscheidungen über das Schicksal von Menschen treffen, die zu Schaden gekommen sind. Die Polizei wird nur gerufen, wenn die Dame ihre informierte Zustimmung erteilt.

Die Assistenzlinie ist als erste Anlaufstelle konzipiert. Die Beraterinnen und Berater können nicht umfassend beraten. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich über Ressourcen für bedürftige Frauen zu informieren. Damit dient das Telefon als Bindeglied zu den vor Ort verfügbaren Diensten.

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In Deutschland hingegen ist das Frauenhilfeangebot wie ein Flickenteppich zusammengeflickt. Denn die Gestaltung variiert stark von Ort zu Region. Dies ist etwas, das sofort angegangen werden muss. Dazu müssen wir zunächst eine Studie durchführen, um genau festzustellen, wo der Engpass liegt.

Dies sind oft Orte der Stadt, an denen eine Vielzahl unterschiedlicher Probleme vorherrschen. Darüber hinaus ist der Bund dafür nicht direkt verantwortlich und die beteiligten Kommunen verfügen nur über begrenzte finanzielle Mittel. Dies wird als Lawineneffekt bezeichnet. Dennoch müssen wir als Bundesregierung mehr Verantwortung übernehmen.

Diese Verantwortung können wir nicht einfach an die Städte und Gemeinden delegieren. Wir haben im Koalitionsvertrag versprochen, dafür Geld auszugeben.

Es gibt zum Beispiel große Gruppen von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, aber durch das Raster gehen: Sie können nicht in Frauenhäuser gehen, in denen traumatisierte Frauen untergebracht sind, weil sie Mütter mit 16- oder 17-jährigen Jungen sind.

Zum Beispiel Frauen mit Beeinträchtigungen, für die wir wenig Unterstützungssysteme haben. Und wir müssen darüber nachdenken, was mit den Betroffenen passiert, wenn das Frauenhaus geschlossen wird.

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Zum Beispiel Frauen mit Beeinträchtigungen, für die wir wenig Unterstützungssysteme haben. Und wir müssen darüber nachdenken, was mit den Betroffenen passiert, wenn das Frauenhaus geschlossen wird.

Zum Beispiel Frauen mit Beeinträchtigungen, für die wir wenig Unterstützungssysteme haben. Und wir müssen darüber nachdenken, was mit den Betroffenen passiert, wenn das Frauenhaus geschlossen wird.

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